Netzwerk >Linguistik und Medizin<

Patho- und Saluto-Diskurse im Spannungsfeld von
objektivierter Diagnose, interaktionaler Vermittlung und
medialer Konstitution

Ziel des Netzwerks >Linguistik und Medizin< ist es, die Forschungstätigkeiten der verschiedenen linguistischen Disziplinen, die an den Verbindungslinien von „Sprache – Wissen – Medizin“ arbeiten, zu bündeln. Im wissenschaftlichen Verbund wollen wir Forschungsdesiderate kooperierend bearbeiten und die interdisziplinäre Anschlussfähigkeit zwischen linguistischen und medizinischen, psychiatrischen sowie salutogenetischen Forschungsbereichen auf- und ausbauen.

In Verbindung verschiedener sprachwissenschaftlicher Ansätze, etwa der Gesprächs-, Korpus- und Diskursanalyse, diachroner sowie synchroner Perspektiven sollen beispielweise die Wechselwirkungen zwischen fachlichen, öffentlich-medialen und individuellen Wissensbeständen zu Themen rund um Gesundheit und Krankheiten ins Zentrum gestellt werden.

Nicht zuletzt sind dabei die Positionierung linguistischer Zugänge im aufstrebenden Feld der (critical) Medical Humanities und der Transfer sprachwissenschaftlicher Forschungsresultate in die medizinische Praxis ein angestrebtes Ziel sowie die Etablierung von stabilen innerlinguistischen und interdisziplinären Forschungskooperationen.

Im Netzwerk sind zur Zeit zwölf Sprachwissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz organisiert. Als Kooperationsmitglieder gehören zum Netzwerk außerdem Mediziner*innen und Historiker*innen aus Deutschland und der Schweiz. Das erste Netzwerktreffen fand vom 19. – 20.01.2017 an der Universität Paderborn statt. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sind weitere Netzwerktreffen und eine interdisziplinäre Tagung geplant, auf der die Ergebnisse des Netzwerks im Austausch mit weiteren humanwissenschaftlichen Disziplinen und Praxisvertreter*innen diskutiert und in einem Tagungsband dokumentiert werden.

Für das Netzwerk: Marina Iakushevich & Yvonne Ilg & Theresa Schnedermann